Nicht verwechseln: Auch Japanischer Schnurbaum gehört zur Gattung Sophora, ist aber eine andere Art.
Schnurbaum gehört zur Familie der Hülsenfruchtgewächse (Fabaceae).
Schnurbaumwurzel (Sophorae flavescentis radix) nach der Monographie im Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur.) ist die Wurzel von Sophora flavescens*, im Frühjahr oder Herbst geerntet, ohne Wurzelkopf und Nebenwurzeln, ganz oder zerkleinert, getrocknet mit einem bestimmten Mindestgesamtgehalt an Matrin und Oxymatrin.
* botanische Schreibweise: Sophora flavescens Aiton.
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gehört Schnurbaumwurzel zur Gruppe der Hitze klärenden Arzneimittel. Der chinesische Name (Pinyin) Name von Schnurbaumwurzel lautet Kushen.
Aussprache von Kushen (kǔ shēn):
TCM-Merkmale von Kushen:
TCM-Anwendungsgebiete von Kushen:
In der Traditionellen Chinesischen Medizin werden Rezepturen mit Kushen unter anderem bei Ruhr, blutigem Stuhl, rot-weißem Scheidenfluss, Gelbsucht und bei Harnverhalt eingestzt. Zu den TCM-Anwendungsgebieten von Kushen zählen außerdem Hautjucken, Krätze, näßendes Ekzanthem und Abszesse. Abkochungen mit Kushen können auch äußerlich als Waschungen eingesetzt werden.
Die Anwendungsgebiete von kujin in der Kampo-Medizin umfassen akute Magen-Darm-Erkrankung, Ruhr, Dermatitis, Ekzeme, Entzündungen/Abszess, Juckreiz im Genitalbereich und erschwerte schmerzhafte Harnentleerung (Dysurie).
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