Sibirische Spitzklette
Anzeige

Sibirische Spitzklette: TCM-Früchte Cang'erzi 苍耳子

Sibirische Spitzklette (Xanthium strumarium ssp. sibiricum)

Spitzklette gehört zur Familie der Korbblütengewächse (Korbblütler, Asteraceae).

Sibirische Spitzklettenfrüchte im Arzneibuch: Xanthii fructus

Sibirische Spitzklettenfrüchte (Xanthii fructus) nach dem Deutschen Arzneibuch (DAB) sind die reifen Früchte von Xanthium strumarium ssp. sibiricum* (Synonym: Xanthium sibiricum*), im Herbst gesammelt, getrocknet, mit einem Gehalt von mindestens 0,25 % Chlorogensäure. Sibirische Spitzklettenfrüchte werden vor allem in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) unter dem Namen Cang’erzi verwendet.

Die Früchte werden nach der qinchao-Methode vorbehandelt (Rösten ohne Zusatz von Hilfsstoffen), bis sie eine gelbbraune Farbe annehmen. Dabei werden die Stacheln entfernt und durch Sieben abgetrennt. Nach der Vorbehandlung lautet der Name Cang’erzi Chao oder Chaocang’erzi.

* botanische Schreibweise: Xanthium strumarium ssp. sibiricum (Patrin ex Widder) Greuter (Synonym: Xanthium sibiricum Patrin ex Widder)

Vorbehandelte Sibirische Spitzklettenfruechte (Xanthii fructus praeparata). TCM-Name: Chaocang'erzi oder Cang'erzi Chao.

Sibirische Spitzklettenfrüchte in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM): Cang'erzi (苍耳子) und Chaocang'erzi

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist der chinesische Name (Pinyin) für Sibirische Spitzklettenfrüchte Cang’erzi. Nach der Vorbehandlung lautet der Name Cang’erzi Chao oder Chaocang’erzi.

Aussprache von Cang’erzi (cāng ěr zǐ):

Aussprache von Cang’erzi (Chao):

TCM-Merkmale von Cang’erzi:

  • Temperaturverhalten: warm
  • Geschmacksrichtung: scharf, bitter
  • Meridianbezug: Lungenmeridian, Lebermeridian.
Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht eine medizinische oder pharmazeutische Beratung. Sie dienen nicht der Selbstmedikation. Anwendungsgebiete, Wirkungen, Nebenwirkungen und Gegenanzeigen sind hier nicht vollständig beschrieben. Für die geeignete Anwendung fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Bei pflanzlichen Arzneimitteln lesen Sie die Packungsbeilage.

Quellen

  1. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (Bfarm): Deutsches Arzneibuch 2022 (DAB 2022) – Amtliche Ausgabe. Stuttgart: Deutscher Apotheker Verlag.
  2. Leon, C. & Yu-Lin, L (2017). Chinese medicinal plants, herbal drugs and substitutes, an identification guide. Kew (Großbritannien): Kew Publishing, Royal Botanic Gardens.
  3. Stöger, E. A. (2019): Arzneibuch der Chineischen Medizin. Monographien des Arzneibuches der Volksrepublik China 2005, 2010 und 2015. Gesamtwerk mit 17. Aktualisierungslieferung 2019. Stuttgart: Deutscher Apotheker Verlag.
Ähnliche Pflanzen