Siegesbeckie
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Siegesbeckie: TCM-Kraut Xixiancao 稀莶草

Siegesbeckie (Siegesbeckia orientalis)

Siegesbeckie gehört zur Familie der Korbblütengewächse (Korbblütler, Asteraceae).

Siegesbeckienkraut im Arzneibuch: Siegesbeckiae herba

Siegesbeckiakraut (Siegesbeckiae herba) nach dem Deutschen Arzneibuch (DAB) sind die oberirdischen Teile von Sigesbeckia glabrescens*, Sigesbeckia orientalis* und Sigesbeckia pubescens*, im Sommer oder im Herbst vor der Blüte bzw. während der Blüte gesammelt, getrocknet, mit einem Gehalt von mindestens 0,05 % Kirenol.

Siegesbeckienkraut wird vor allem in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) unter dem Namen Xixiancao verwendet.

* botanische Schreibweise: Sigesbeckia glabrescens Makino, Sigesbeckia orientalis L., Sigesbeckia pubescens Makino

Siegesbeckienkraut in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM): Xixiancao(稀莶草)

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gehört Siegesbeckienkraut zur Gruppe der Wind und Feuchtigkeit ausleitenden Arzneimittel. Der chinesische Name (Pinyin) von Siegesbeckienkraut lautet Xixiancao.

Aussprache von Xixiancao (xī xīan cǎo):

Für Xixiancao ist auch die Aufbereitung nach der traditionellen Paozhi-Methode „Gardämpfen mit Wein“ (Jiuzheng) üblich. Das entsprechende Produkt heißt Juxixiancao (Jiu xixiancao).

TCM-Merkmale von Xixiancao

  •  Temperaturverhalten: kalt
  • Geschmacksrichtung: bitter, scharf
  • Funktionskreisbezug: Funktionskreise Leber (orbis hepaticus) und Niere (orbis renalis).

TCM-Anwendungsgebiete vonXixiancao:

Rezepturen mit Xixiancao bzw. mit seinen nach Paozhi-Methoden aufbereiteten Formen werden in der Traditionellen Chinesischen Medizin unter anderem bei folgenden Krankheiten und Beschwerden eingesetzt: Schmerzen bei Rheuma, Schmerzen und Schwäche in den Lenden und Kniegelenken, Kraftlosigkeit des Bewegungsapprats, halbseitige Lähmung, Geschwüre, Furunkel, Drehschwindel, Gelbsucht, Bluthochdruck.

Xixiancao wird auch äußerlich eingesetzt.

Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht eine medizinische oder pharmazeutische Beratung. Sie dienen nicht der Selbstmedikation. Anwendungsgebiete, Wirkungen, Nebenwirkungen und Gegenanzeigen sind hier nicht vollständig beschrieben. Für die geeignete Anwendung fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Bei pflanzlichen Arzneimitteln lesen Sie die Packungsbeilage.

Quellen

  1. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (Bfarm): Deutsches Arzneibuch 2019 (DAB 2019) – Amtliche Ausgabe. Stuttgart: Deutscher Apotheker Verlag.
  2. Chinese Pharmacopoeia Commission, Institute of Medicinal Plant Development, Chinese Acadamy of Sciences. (2010). A Colored Identification Atlas of Chinese Materia Medica and Plants as specified in the Pharmacopoeia of the People’s Republic of China, Volume I + II. Peking (China): People’s Medical Publishing House.
  3. Hu, C., Nögel, R., Hummelsberger, J., Engelhardt, U. (Hrsg.) (2018). Paozhi: Die Aufbereitung chinesischer Arzneimittel. Methoden und klinische Anwendung. Berlin, Heidelberg: Springer-Verlag.
  4. Leon, C. & Yu-Lin, L (2017). Chinese medicinal plants, herbal drugs and substitutes, an identification guide. Kew (Großbritannien): Kew Publishing, Royal Botanic Gardens.
    Paulus, E. & Yu-he, D. (1987). Handbuch der traditionellen chinesischen Heilpfanzen. Heidelberg: Karl F. Haug Verlag.
  5. Stöger, E. A. (2019): Arzneibuch der Chinesischen Medizin. Monographien des Arzneibuches der Volksrepublik China 2005, 2010 und 2015. Gesamtwerk mit 17. Aktualisierungslieferung 2019. Stuttgart: Deutscher Apotheker Verlag.