Strandkiefer

Strandkiefer: Zur Gewinnung von Terpentinöl und Kolophonium

Strand-Kiefer (Pinus pinaster)

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Die Strand-Kiefer gehört zur Familie der Kieferngewächse (Pinaceae).

Wofür wird Strandkiefer verwendet?

Terpentinöl:

Das aus Strandkiefer und/oder aus Pinus massoniana gewonnene, gereinigte Terpentinöl wird bei Bronchialerkrankungen verwendet. Äußerlich wird es bei rheumatischen Beschwerden oder Neuralgien angwendet .

Kolophonium:

Das aus verschiedenen Pinus-Arten gewonnene Kolophonium wurde früher als Hautreizmittel in Form von Pflastern verwendet. Heute wird Kolophonium vor allem als Hilfsstoff  in verschiedenen Produktbereichen eingesetzt, zum Beispiel in Klebemassen für Pflaster, in der Kosmetik als Fixateur, in der Technik für Druckfarben und Lacke etc.  Außerdem ist Kolophonium zum Einstreichen des Bogens bei Streichistrumenten bekannt, womit die Haftung der Bogenhaare auf der Seite vermittelt wird.

Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht eine medizinische oder pharmazeutische Beratung. Sie dienen nicht der Selbstmedikation. Anwendungsgebiete, Wirkungen, Nebenwirkungen und Gegenanzeigen sind hier nicht vollständig beschrieben. Für die geeignete Anwendung fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Bei pflanzlichen Arzneimitteln lesen Sie die Packungsbeilage.

Strandkiefer im Arzneibuch: Colophonium und Terpentinöl

Kolophonium (Colophonium) nach der Monographie im Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur.) ist der Rückstand aus dem Harz verschiedener Pinus-Arten, gewonnen nach Abdestillieren des flüchtigen Öls. Aussehen: Kolophonium besteht aus spröden, dursichtigen, glasartigen Stücken verschiedener Größe. Ihre Form ist eckig unregelmäßig mit muscheligem Bruch an der Oberfläche. Kolophonium hat eine blassgelbe bis bräunlich gelbe Farbe.

Terpentinöl (Terebinthinae aetheroleum) nach der Monographie im Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur.) ist das ätherische Öl aus dem Ölharz von Pinus pinaster* und/oder von Pinus massoniana*, gewonnen durch Wasserdampfdestillation des Ölharzes (das durch Anzapfen erhalten wurde) und anschließende Rektifikation, ggf. mit Zusatz eines geeigneten Antioxidans. Aussehen: Terpentinöl ist eine klare Flüssigkeit, farblos oder mit blassgelber Farbe. Geruch: Der Geruch von Terpentinöl erinnert an α-Pinen und β-Pinen.

* botanische Schreibweise: Pinus pinaster Aiton, Pinus massoniana D.Don.

Quellen

  1. Ammon, H.P.T. & Schubert-Zsilavecz, M (2014). Hunnius – Pharmazeutisches Wörterbuch. Berlin/Boston: Walter de Gruyter GmbH.
  2. Europäisches Arzneibuch (Ph. Eur.) 10. Ausgabe (Grundwerk 2020), Amtliche deutsche Ausgabe. Deutscher Apotheker Verlag.
  3. Melzig M.F., Hiller K. (2023). Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen. Berlin: Springer Spektrum.