Synonyme/einheimische Namen: Weißer Stechapfel, Gemeiner Stechapfel, Stechapfel
Weißer Stechapfel ist stark giftig.
Der Stechapfel gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae).
Früher gab es für Stramoniumblätter verschiedene Anwendungsgebiete. Doch durch die enthaltenen Alkaloide sind Stramoniumblätter stark giftig. Tödliche Vergiftungen durch Weißen Stechapfel sind nicht selten. Da der Alkaloidgehalt schwer zu regulieren ist, wird der Einsatz von Stramoniumblättern heute abgelehnt. Statt dessen sollen die isolierten Alkaloide eingesetzt werden.
Arzneimittel mit Datura-Arten oder ihren Zubereitungen sind in Deutschland rezeptpflichtig (verschreibungspflichtig). Von der Rezeptpflicht ausgenommen sind bestimmte homöopäthische Zubereitungen.
Stramoniumblätter (Stramonii folium) nach der Monographie im Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur.) sind die Blätter oder die Blätter mit Zweigspitzen (blühend und gelegentlich Früchte tragend) von Datura stramonium* einschließlich Varietäten, getrocknet, mit einem bestimmten Mindestgesamtgehalt an Alkaloiden, berechnet als Hyoscyamin. Geruch: Stramoniumblätter riechen unangenehm.
Eingestelltes Stramoniumpulver (Stramonii pulvis normatus) nach der Monographie im Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur.) sind pulverisierte Stramoniumblätter, eingestellt auf einem bestimmten Gesamtgehalt an Alkaloiden, berechnet als Hyoscyamin. Aussehen: Eingestelltes Stramoniumpulver ist ein graugrünes Pulver. Geruch: Eingestelltes Stramoniumpulver riecht unangenehm.
* botanische Schreibweise: Datura stramonium L
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