Afrikanischer Pflaumenbaum

Afrikanischer Pflaumenbaum: Bei Prostatavergrößerung BPH

Afrikanischer Pflaumenbaum (Prunus africana)

Afrikanischer Pflaumenbaum (Prunus africana, Synonym: Pygeum africanum) wächst im tropischen und subtropischen Afrika in Höhen von 1.500 bis 2.000 Metern. Am häufigsten kommt der Baum auf Madagaskar und in Kamerun vor, wo es ausgedehnte Bergwälder gibt.

Afrikanischer Pflaumenbaum wächst 10 bis 25 m hoch mit geradem Stamm und dichter, runder Krone. Die wechselständigen Blätter sind ledrig und glänzen tiefgrün. Beim Zerreiben riechen die Blätter nach Mandeln.

In traubigen Blütenständen stehen duftende, kleine Blüten mit weißer oder cremeweißer Farbe. Sie entwickeln sich zu kirschförmigen, etwa 1 cm großen Früchten mit roter bis violett-brauner Farbe. Die Früchte schmecken stark bitter.

Frisch geschnitten riecht das Holz des Arikanischen Pflaumenbaums stark nach Cyanid. Die im frischen Schnitt blass rote Farbe des Holzes verändert sich an der Luft zu dunkelrot bis mahagoni-braun.

Afrikanischer Pflaumenbaum gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae).

Namen für Afrikanischen Pflaumenbaum

Afrikanischer Pflaumenbaum, Afrikanisches Stinkholz
Englisch: Red stinkwood, African plum tree, Pygeum
Französisch und Italienisch: Pygeum

Außerdem gibt es in Afrika viele verschiedene einheimische Namen für den Afrikanischen Pflaumenbaum . Das ist ein Hinweise auf den vielfältigen traditionellen Gebrauch des Baums.

Wirkung von Afrikanischer Pflaumenbaumrinde

Afrikanische Pflaumenbaumrinde bzw. ihr lipophiler Extrakt wirkt entzündungshemmend und antiandrogen.

Wofür wird Afrikanische Pflaumenbaumrinde verwendet?

Anwendungsgebiet von Afrikanischer Pflaumenbaum-Zubereitungen ist nach HMPC die Linderung von Beschwerden im Bereich der unteren Harnwege, die auf BPH (gutartige Prostatahyperplasie, gutartige Prostatavergrößerung) zurückzuführen sind. Vor dieser Anwendung sollte ärztlich ausgeschlossen sein, dass eine ernste Krankheit die Beschwerden verursacht.

Dafür wird ein bestimmter, mit Chloroform hergestellter Dickextrakt in Form von Kapseln eingenommen.

Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht eine medizinische oder pharmazeutische Beratung. Sie dienen nicht der Selbstmedikation. Anwendungsgebiete, Wirkungen, Nebenwirkungen und Gegenanzeigen sind hier nicht vollständig beschrieben. Für die geeignete Anwendung fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Bei pflanzlichen Arzneimitteln lesen Sie die Packungsbeilage.

Afrikanische Pflaumenbaumrinde im Arzneibuch: Pruni africanae cortex

Afrikanische Pflaumenbaumrinde (Pruni africanae cortex) nach der Monographie im Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur.) ist die Rinde der Stämme und Zweige von Prunus africana* (Synonym: Pygeum africanum*), ganz oder zerkleinert, getrocknet.

* botanische Schreibweise: Prunus africana (Hook.f.) Kalkman (Synonym: Pygeum africanum Hook.f.)

Inhaltsstoffe von Afrikanischer Pflaumenbaumrinde

Inhaltsstoffe der Afrikanischen Pflaumenbaumrinde sind unter anderem:

  • freie Fettsäuren (C12-C24)
  • langkettige aliphatische Alkohole
    • n-Docosanol
    • n-Tetracosanol
  • Phytosterole
    • β-Sitosterol
    • β-Sitostenon
  • pentazyklische Triterpensäuren
    • Ursolsäure-Derivate
    • Oleanolsäure-Derivate
  • N-Butylbenzosulfonamid (NBBS)
  • Atrarsäure

Als wichtigste Inhaltsstoffe werden Dokosanol und β-Sitosterol angesehen.

Quellen

  1. Bodeker, G, et al. (2014) Prunus africana (Hook.f.) Ialkman: The Overexpoitation of a Medicinal Plant Species and Its Legal Context. J Altern Complement Med. 2014 Nov;20(11):810-22. doi: 10.1089/acm.2013.0459.
  2. Europäisches Arzneibuch (Ph.Eur.) 10. Ausgabe (Grundwerk 2020), Amtliche deutsche Ausgabe. Deutscher Apotheker Verlag.
  3. European Medicines Agency (EMA), Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) (12.07.2016): EMA/HMPC/680626/2013. Assessment report on Prunus africana (Hook f.) Kalkm., cortex. Abgerufen 12/2022 von https://www.ema.europa.eu/en/medicines/herbal/pruni-africanae-cortex.
  4. European Medicines Agency (EMA), Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) (12.07.2016): EMA/HMPC/680626/2013. European Union herbal monograph on Prunus africana (Hook f.) Kalkm., cortex. Abgerufen 12/2022 von https://www.ema.europa.eu/en/medicines/herbal/pruni-africanae-cortex.
  5. van Wyk, B.-E., & Wink, M. (2017): Medicinal Plants of the World. Pretoria (Südafrika): Briza Publications.
  6. WHO (2004). Essential Medicines and Health Products Information Portal – A World Health Organization resource. Aus: WHO Monographs on Selected Medicinal Plants, Volume 2, 2004. Abgerufen am 08 2017 von https://apps.who.int/medicinedocs/en/d/Js4927e/4.html