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Mädesüß

Echtes Mädesüß (Filipendula ulmaria)

Synonyme/einheimische Namen: Mädesüß, Echtes Mädesüß, Große Spierstaude

Das Mädesüß gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae).


Mädesüß: Anwendungsgebiete

Mädesüßblüten- und Mädesüßkraut-Zubereitungen nach HMPC (Monographie s. u.):

  • Unterstützende Behandlung von Erkältung.
  • Linderung bei leichten Gelenkschmerzen.

Mädesüßblüten-Tee nach Standaradzulassung:

  • Zur unterstützenden Behandlung von Erkältungskrankheiten.

Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht eine medizinische oder pharmazeutische Beratung. Sie dienen nicht der Selbstmedikation. Anwendungsgebiete, Wirkungen, Nebenwirkungen und Gegenanzeigen sind hier nicht vollständig beschrieben. Für die geeignete Anwendung fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Bei pflanzlichen Arzneimitteln lesen Sie die Packungsbeilage.


Mädesüß Dosierung

Mädesüßblüten-Tee

  • 1 gestrichener Teelöffel Mädesüßblüten (ca. 1,2 g)
  • mit ca. 150 ml kochendem Wasser übergießen,
  • nach ca. 10 bis 15 Minuten abgießen.
  • Diesen Tee 2 bis 3 mal täglich trinken.

Mädesüßkraut-Tee:

  • 1,5 bis 6 g zerkleinertes Mädesüßkraut
  • mit kochendem Wasser übergießen,
  • nach 5 bis 15 Minuten abgießen,
  • trinken.
  • Täglich Tee aus aus einer Gesamtmenge von 2 bis 18 g Mädesüßkraut trinken.

Monographien "Mädesüßkraut", "Mädesüßblüten"

Mädesüßkraut (Filipendulae ulmariae herba) nach dem Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur. 9) sind

  • die blühenden Stängelspitzen von Filipendula ulmaria* (Spirae ulmaria*),
  • ganz oder geschnitten, getrocknet,
  • mit einem bestimmten Mindestgehalt an ätherischen Ölen.

Geruch: Mädesüßkraut riecht nach dem Zerreiben aromatisch nach Meethylsalicylat.

Mädesüßblüten (Spirae flos) nach dem Deutschen Arzneimittel Codex (DAC 2015) sind

  • die Blüten von Filipendula ulmaria*,
  • getrocknet,
  • mit einem bestimmten Mindestgehalt an Flavonoiden, berechnet als Hyperosid.

Mädesüßblüten (Filipendulae ulmariae flos) mit der Einstufung "Traditional use" (traditionelles pflanzliches Arzneimittel) nach HMPC sind

  • die Blüten von Filipendula ulmaria*,
  • zerkleinert,
  • zum Einnehmen als Tee.

Mädesüßkraut-Zubereitungen mit der Einstufung "Traditional use" (traditionelles pflanzliches Arzneimittel) nach HMPC sind

  • das Kraut von Filipendula ulmaria* (entsprechend Ph. Eur.),
  • zerkleinert oder pulverisiert
  • oder als bestimmte Tinktur,
  • zum Einnehmen als Tee oder zum Einnehmen in fester Form (z.B. als Tabletten) oder flüssiger Form (z.B. als Lösung).

* botanische Schreibweise: Filipendula ulmaria (L.) Maxim. (Synonym: Spirae ulmaria L.)


Mädesüß: Historisches Bild


Quellen

  • Braun, R., & Zapf, T. (2019). Standardzulassungen und Standardregistrierungen für Fertigarzneimittel - Text und Kommentar (Gesamtwerk mit 19. Aktualisierungslieferung, 2019). Stuttgart: Deutscher Apotheker Verlag.
  • Europäisches Arzneibuch (Ph.Eur.) 9. Ausgabe (Grundwerk 2017), Amtliche deutsche Ausgabe. Deutscher Apotheker Verlag.
  • European Medicines Agency (EMA), Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) (12.07.2011): EMA/HMPC/434881/2010. Community herbal monograph on Filipendula ulmaria (L.) Maxim., herba. Abgerufen 11/2019 von https://www.ema.europa.eu/en/medicines/herbal/filipendulae-ulmariae-herba.
  • European Medicines Agency (EMA), Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) (12.07.2011): EMA/HMPC/434894/2010. Community herbal monograph on Filipendula ulmaria (L.) Maxim., flos. Abgerufen 11/2019 von https://www.ema.europa.eu/en/medicines/herbal/filipendulae-ulmariae-flos.

Letzte Akualisierung: 30.01.2020