Augentrost

Augentrost: Bei gereizten Augen

Großer Augentrost (Euphrasia officinalis)

Synonyme/einheimische Namen: Echter Augentrost, Gewöhnlicher Augentrost, Augentrost

Augentrost/Euphrasia gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae). Früher wurde Euphrasia zur Familie der Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae) gezählt.

Wofür wird Euphrasiakraut verwendet?

In der Voksheilkunde wird Euphrasiakraut seit Jahrhunderten am Auge bei Bindehautentzündungen, Lidrandentzündungen und anderen Formen von Augenreizungen angewandt. Darauf weist auch der deutsche Name Augentrost hin. Euphrasia ist Bestandteil von verschiedenen Augentropfen und Augensalben, die als Fertigprodukte zu kaufen sind.

Aber auch die Einnahme bei trockenem Husten, Heiserkeit, Sinusitis, Heuschnupfen und Magenbeschwerden sowie die äußerliche Anwendung bei Hautproblemen sind in der Volksheilkunde beschrieben.

Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht eine medizinische oder pharmazeutische Beratung. Sie dienen nicht der Selbstmedikation. Anwendungsgebiete, Wirkungen, Nebenwirkungen und Gegenanzeigen sind hier nicht vollständig beschrieben. Für die geeignete Anwendung fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Bei pflanzlichen Arzneimitteln lesen Sie die Packungsbeilage.

Augentrostkraut im Deutschen Arzneimittel-Codex (DAC): Euphrasiae herba

Augentrostkraut (Euphrasiae herba) nach der Monographie im Deutschen Arzneimittel-Codex (DAC) sind die oberirdischen Teile verschiedener Euphrasia-Arten, vor allem von Euphrasia stricta*, Euphrasia rostkoviana* (Euphrasia officinalis*) und/oder der Hybriden, zur Blütezeit gesammelt, ganz oder geschnitten, getrocknet.

* botanische Schreibweise: Euphrasia stricta D. Wolff ex F. J. Lehm., Euphrasia rostkoviana Hayne (Euphrasia officinalis L. p. p.)

Historische Grafiken von Augentrost

Augentrost, Euphrasia officinalis, historische Grafik

Augentrost, Euphrasia officinalis, historische Grafik

Quellen

  1. DAC/NRF-Kommission, ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V. (Hrsg.). Deutscher Arzneimittel-Codex® / Neues Rezeptur-Formularium® (DAC/NRF) (Fortsetzungswerk, Loseblattwerk). Govi Verlag.
  2. Hiller, K., & Melzig, M. F. (2010). Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen. Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.
  3. van Wyk, B.-E., & Wink, M. (2017): Medicinal Plants of the World. Pretoria (Südafrika): Briza Publications.
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