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Erdrauch

Gewöhnlicher Erdrauch (Fumaria officinalis)

Der Erdrauch gehört zur Familie der Mohngewächse (Papaveraceae). Früher wurde Fumaria zur Familie der Erdrauchgewächse (Fumariaceae) gezählt. Die gibt es nicht mehr als Rangstufe einer Familie sondern als Unterfamilie Fumarioideae.


Erdrauchkraut Anwendungsgebiete

Erdrauchkraut Zubereitungen nach HMPC (Monographie s. u.):

  • Anregung des Galleflusses zur Symptomlinderung bei Verdauungsstörungen wie Völlegefühl, Flatulenz (Darmwind), langsame Verdauung.

Erdrauchkraut-Tee nach Standardzulassung:

  • Krampfartige Beschwerden im Bereich der Gallenblase und der Gallenwege sowie des Magen-Darm-Trakts.

Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht eine medizinische oder pharmazeutische Beratung. Sie dienen nicht der Selbstmedikation. Anwendungsgebiete, Wirkungen, Nebenwirkungen und Gegenanzeigen sind hier nicht vollständig beschrieben. Für die geeignete Anwendung fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Bei pflanzlichen Arzneimitteln lesen Sie die Packungsbeilage.


Erdrauchkraut Dosierung

Erdrauchkraut-Tee

  • 1 Teelöffel Erdrauchkraut (ca. 1,6 g)
  • mit ca. 150 ml kochendem Wasser übergießen,
  • nach ca. 10 bis 15 Minuten abgießen.
  • Diesen Tee 3 ibs 4 mal täglich vor den Mahlzeiten trinken.

Monographien "Erdrauchkraut"

Erdrauchkraut (Fumariae herba) nach dem Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur. 9) sind

  • die oberirdischen Teile von Fumaria officinalis*,
  • zur Zeit der vollen Blüte geerntet,
  • getrocknet, ganz oder zerkleinert,
  • mit einem bestimmten Mindestgehalt an Gesamtalkaloiden, berechnet als Protopin.

Erdrauchkraut (Fumariae herba) mit der Einstufung "Traditional use" (traditionelles pflanzliches Arzneimittel) nach HMPC ist

  • das Kraut von Fumaria officinalis*,
  • zerkleinert oder pulverisiert
  • oder als bestimmte Extrakte (Trockenextrakt, Flüssigextrakt, Tinktur)
  • oder als Presssaft aus der frischen Pflanze,
  • zum Einnehmen als Tee oder zum Einnehmen in fester Form (z.B. als Tabletten) oder flüssiger Form (z.B. als Lösung).

* botanische Schreibweise: Fumaria officinalis L.


Erdrauch: Historische Bilder


Quellen

  • Brands, S.J. (ed.), 2019. Family Fumariaceae Marquis (1820). In Systema Naturae 2000. The Taxonomicon, 20 Dec 2019. Universal Taxonomic Services, Zwaag, The Netherlands. Abgerufen 09 2020 von http://taxonomicon.taxonomy.nl/TaxonList.aspx?subject=Family&by=ScientificName&search=Fumariaceae*
  • Braun, R., & Zapf, T. (2019). Standardzulassungen und Standardregistrierungen für Fertigarzneimittel - Text und Kommentar (Gesamtwerk mit 19. Aktualisierungslieferung, 2019). Stuttgart: Deutscher Apotheker Verlag.
  • Europäisches Arzneibuch (Ph.Eur.) 9. Ausgabe (Grundwerk 2017), Amtliche deutsche Ausgabe. Deutscher Apotheker Verlag.
  • European Medicines Agency (EMA), Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) (13.09.2011): EMA/HMPC/574766/2010. Community herbal monograph on Fumaria officinalis L., herba. Abgerufen 11/2019 von https://www.ema.europa.eu/en/medicines/herbal/fumariae-herba.
  • Hiller, K., & Melzig, M. F. (2010). Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen. Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.

Letzte Akualisierung: 22.01.2020