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Myrrhe

Myrrhenbaum (Commiphora myrrha, Syn.: Commiphora molmol)

Der Myrrhenbaum gehört zur Familie der Balsambaumgewächse (Burseraceae).


Myrrhe: Anwendungsgebiete

Myrrhe nach HMPC (Monographie s. u.):

  • Behandlung kleiner Geschwüre (offener Wunden) im Mund sowie von Zahnfleischentzündung und Entzündung der Mundschleimhaut.
  • Behandlung von kleinen Wunden und kleinen Furunkeln.

Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht eine medizinische oder pharmazeutische Beratung. Sie dienen nicht der Selbstmedikation. Anwendungsgebiete, Wirkungen, Nebenwirkungen und Gegenanzeigen sind hier nicht vollständig beschrieben. Für die geeignete Anwendung fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Bei pflanzlichen Arzneimitteln lesen Sie die Packungsbeilage.


Monographien "Myrrhe", "Myrrhentinktur"

Myrrhe (Myrrha) nach dem Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur. 9) ist

  • das Gummiharz aus Stamm und Ästen von Commiphora myrrha* (Synonym: Commiphora molmol*) und/oder anderen Commiphora-Arten,
  • nach Anschneiden spontan ausgetreten,
  • an der Luft gehärtet.

Geschmack: Myrrhe schmeckt bitter.

Myrrhentinktur (Myrrhae tinctura) nach dem Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur. 9) ist

  • die Tinktur aus Myrrhe (Myrrha. s.o.).

Aussehen: Myrrhentinktur ist eine klare Flüssigkeit von gelblich brauner oder orangebrauner Farbe.

Myrrhe (Myrrha) mit der Einstufung "Traditional use" (traditionelles pflanzliches Arzneimittel) nach HMPC ist

  • das Gummiharz von Commiphora molmol* (entsprechend Ph. Eur.),
  • als bestimmte Tinktur
  • zur Anwendung auf der Haut oder in der Mundhöhle in flüssiger Form (z.B. als Lösung).

* botanische Schreibweise: Commiphora myrrha (Nees) Engl. (Synonym: Commiphora molmol (Engl.) El. ex Tschrich)


Myrrhe: Inhaltsstoffe

Myrrhe ist ein Gummiharz, das unter anderem folgende Bestandteile hat:

Im ethanollöslichen Anteil:

  • 2 - 10 % ätherisches Öl, v.a. Sequiterpene und Furano-Sesquiterpene (Hauptkomponente: Furanoeudesma-1,3-dien)
  • Diterpensäuren, u.a. Commiphorasäuren und ihre Ester

In wasserlöslichen Anteil:

  • Proteoglykane

Myrrhe: Historische Bilder


Quellen

  • Blaschek, W. (2016). Wichtl - Teedrogen und Phytopharmaka. Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH.
  • Europäisches Arzneibuch (Ph.Eur.) 9. Ausgabe (Grundwerk 2017), Amtliche deutsche Ausgabe. Deutscher Apotheker Verlag.
  • European Medicines Agency (EMA), Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) (12.07.2011): EMA/HMPC/96911/2010. Community herbal monograph on Commiphora molmol Engler, gummi-resina. Abgerufen 11/2019 von https://www.ema.europa.eu/en/medicines/herbal/myrrha-gummi-resina.
  • Hiller K., Melzig M.F. (2010). Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen. Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.

Letzte Aktualisierung: 17.01.2020