Myrrhe

Myrrhe: Heilende Tinktur für die Mundschleimhaut

Myrrhenbaum (Commiphora myrrha, Syn.: Commiphora molmol)

Der Myrrhenbaum gehört zur Familie der Balsambaumgewächse (Burseraceae).

Wofür wird Myrrhe verwendet?

Anwendungsgebiete von Myrrhentinktur nach HMPC sind die Behandlung kleiner Geschwüre (offener Wunden) im Mund sowie von Zahnfleischentzündung und Entzündung der Mundschleimhaut.

  • Dafür werden die betroffenen Schleimhautstellen im Mund 2 bis 3 mal täglich mit der unverdünnten Tinktur mit Hilfe eines Wattestäbchens betupft. Oder 5 bis 10 Tropfen Myrrhentinktur werden in ein Glas Wasser gegeben, und mit dieser Lösung wird 2 bis 3 mal täglich der Mund gespült oder gegurgelt.

Außerdem können kleine Wunden und kleine Furunkeln mit Myrrhentinktur behandelt werden.

  • Dafür werden die betroffenen Stellen entweder 2 bis 3 mal täglich  mit der unverdünnten Myrrhentinktur (bevorzugte Methode) oder mit einer mit Wasser verdünnten Myrrhentinktur betupft.

 

Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht eine medizinische oder pharmazeutische Beratung. Sie dienen nicht der Selbstmedikation. Anwendungsgebiete, Wirkungen, Nebenwirkungen und Gegenanzeigen sind hier nicht vollständig beschrieben. Für die geeignete Anwendung fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Bei pflanzlichen Arzneimitteln lesen Sie die Packungsbeilage.

Myrrhe im Arzneibuch: Myrrha

Myrrhe (Myrrha) nach der Monographie im Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur.) ist das Gummiharz aus Stamm und Ästen von Commiphora myrrha* (Synonym: Commiphora molmol*) und/oder anderen Commiphora-Arten, nach Anschneiden oder spontan ausgetreten, an der Luft gehärtet. Geschmack: Myrrhe schmeckt bitter.

Myrrhentinktur (Myrrhae tinctura) nach der Monographie im Europäischen Arzneibuch ist die Tinktur aus Myrrhe. Aussehen: Myrrhentinktur ist eine klare Flüssigkeit mit gelblich brauner oder orangebrauner Farbe.

* botanische Schreibweise: Commiphora myrrha (Nees) Engl. (Synonym: Commiphora molmol (Engl.) Engll. ex Tschrich)

Inhaltsstoffe von Myrrhe

Myrrhe ist ein Gummiharz, das unter anderem folgende Bestandteile hat:

Im ethanollöslichen Anteil:

  • 2 – 10 % ätherisches Öl, v.a. Sequiterpene und Furano-Sesquiterpene (Hauptkomponente: Furanoeudesma-1,3-dien)
  • Diterpensäuren, u.a. Commiphorasäuren und ihre Ester

In wasserlöslichen Anteil:

  • Proteoglykane

Historische Grafiken des Myrrhenbaums

Myrrhenbaum (Commiphora molmol), historische Grafik

Quellen

  1. Blaschek, W. (2016). Wichtl – Teedrogen und Phytopharmaka. Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH.
  2. Europäisches Arzneibuch (Ph.Eur.) 10. Ausgabe (Grundwerk 2020), Amtliche deutsche Ausgabe. Deutscher Apotheker Verlag.
  3. European Medicines Agency (EMA), Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) (12.07.2011): EMA/HMPC/96911/2010. Community herbal monograph on Commiphora molmol Engler, gummi-resina. Abgerufen 11/2019 von https://www.ema.europa.eu/en/medicines/herbal/myrrha-gummi-resina.
  4. Hiller K., Melzig M.F. (2010). Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen. Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.
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