Mönchspfeffer gehört zur Familie der Lippenblütengewächse (Lippenblütler, Lamiaceae). Früher wurde Vitex zur Familie der Eisenkrautgewächse (Verbenaceae) gezählt.
Anwendungsgebiet von Mönchspfefferfrüchte-Präparaten „zur allgemeinen medizinischen Verwendung“ nach HMPC („well established use“ ist die Behandlung des prämenstruellen Syndroms.
Dafür werden Tabletten oder Kapseln eingenommen, die einen definierten Trockenextrakt aus Mönchspfefferfrüchten enthalten (Einnahme: 1 mal täglich 20 mg Trockenextrakt).
Wenn Präparate mit pulverisierten Mönchpfefferfrüchten (400 mg 2 x täglich) oder mit anderen Trockenextrakten oder mit einer Tinktur eingenommen wird, gilt als Anwendungsgebiet nur die Linderung der Symptome bei prämenstruellem Syndrom.
Mönchspfefferfrüchte (Agni casti fructus) nach dem Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur. 11.3) sind die ganzen, reifen, Früchte von Vitex agnus-castus*, getrocknet, mit einem Gehalt von mindestens 0,08 % Casticin.
Aussehen: Mönchspfefferfrüchtetrockenextrakt ist ein amorphes (= nicht kristallines) Pulver mit brauner Farbe.
* botanische Schreibweise: Vitex agnus-castus L.
Weiere Heilpflanzen in der Gynäkologie