Kondorliane

Kondorliane: Bitttere Condurangorinde für Magen und Appetit

Kondorliane (Marsdenia cundurango)

Kondorliane gehört zur Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae). Früher wurde Kondorliane zur Familie der Seidenpflanzengewächse (Asclepiadaceae) gezählt. Die gibt es nicht mehr als Rangstufe einer Familie sondern als Unterfamilie Asclepiadoideae.

Wofür wird Condurangorinde verwendet?

Als Bittertonikum besteht die Verwendung von Condurangorinde vor allem darin, den Appetit anzuregen und Übelkeit zu verringern. So gab es früher Kondurangowein (Vinum Condurango). Heute wird Condurangorinde selten verwendet.

Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht eine medizinische oder pharmazeutische Beratung. Sie dienen nicht der Selbstmedikation. Anwendungsgebiete, Wirkungen, Nebenwirkungen und Gegenanzeigen sind hier nicht vollständig beschrieben. Für die geeignete Anwendung fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Bei pflanzlichen Arzneimitteln lesen Sie die Packungsbeilage.

Condurangorinde (Condurango cortex)

Condurangorinde (Condurango cortex) war früher im Deutschen Arzneimittel-Codex (DAC) in einer Monographie beschrieben. 2021 wurde Condurangorinde aus dem DAC gestrichen.

Condurangorinde (Condurango cortex) war früher nach dem Deutschen Arzneimittel-Codex (DAC) definiert als die Rinde der Zweige und Stämme von Marsdenia condurango*, getrocknet, ganz oder geschnitten, mit einem bestimmten Mindestgehalt an Condurangin, berechnet als Conduranginglykosid A.

* botanische Schreibweise: Marsdenia condurango Reichb. Fil

Quellen

  1. Brands, S.J. (ed.), 2019. Family Asclepiadaceae R. Br. (1810). In Systema Naturae 2000. The Taxonomicon, 20 Dec 2019. Universal Taxonomic Services, Zwaag, The Netherlands. Abgerufen 09 2020 von http://taxonomicon.taxonomy.nl/TaxonList.aspx?subject=Family&by=ScientificName&search=asclepiadaceae*
  2. DAC/NRF-Kommission, ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V. (Hrsg.). Deutscher Arzneimittel-Codex® / Neues Rezeptur-Formularium® (DAC/NRF) (Fortsetzungswerk, Loseblattwerk). Govi Verlag.
  3. Hiller K., Melzig M.F. (2010). Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen. Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.
  4. van Wyk, B.-E., & Wink, M. (2017): Medicinal Plants of the World. Pretoria (Südafrika): Briza Publications.