Chinarinde

Chinarinde: Bitterstoffe für Appetit und Verdauung

Chinarindenbaum (Cinchona pubescens)

Wofür wird Chinarinde verwendet?

Anwendungsgebiete von Chinarinde sind nach Standardzulassung Appetitlosigkeit sowie Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Völlegefühl. Dafür wird Tee aus Chinarinde getrunken.

Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht eine medizinische oder pharmazeutische Beratung. Sie dienen nicht der Selbstmedikation. Anwendungsgebiete, Wirkungen, Nebenwirkungen und Gegenanzeigen sind hier nicht vollständig beschrieben. Für die geeignete Anwendung fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Bei pflanzlichen Arzneimitteln lesen Sie die Packungsbeilage.

Tee aus Chinarinde zubereiten

Ca. 1/2 Teelöffel Chinrinde (ca. 0,8 g) mit kochendem Wasser übergießen, nach ca. 10 bis 15 Minuten abgießen. Diesen Tee 1 bis 3 mal täglich trinken. Der Zeitpunkthängt vom Anwendungsgebiet ab: Zur Appetitanregung ca. 30 Minuten vor den Mahlzeiten trinken, bei Verdauungsbeschwerden nach den Mahlzeiten trinken.

Chinarinde im Arzneibuch: Cinchonae cortex

Chinarinde (Cinchonae cortex) nach der Monographie im Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur.) ist die Rinde von Cinchona pubescens* (Synonym: Cinchona succirubra*), von Cinchona calisaya*, von Cinchona ledgeriana* oder von ihren Varietäten oder Hybriden, ganz oder geschnitten, getrocknet, mit einem bestimmten Mindestgesamtgehalt an Alkaloiden, davon ein bestimmter Anteil an Alkaloiden vom Chinin-Typ.Geschmack: Chinarinde schmeckt intensiv bitter und etwas zusammenziehend.

Chinarinde (Cinchonae cortex), ungeschnitten

Eingestellter Chinarindenfluidextrakt (Cinchonae extractum fluidum normatum) nach der Monographie im Europäischen Arzneibuch ist eingestellte auf einen bestimmten Gesamtgehalt an Alkaloiden, davon ein bestimmter Anteil an Alkaloiden vom Chinin-Typ. Aussehen: Eingestellter Chinarindenfluidextrakt ist eine bräunlich rote Flüssigkeit. Geschmack: Eingestellter Chinarindenfluidextrakt schmeckt bitter und adstringierend (= zusammenziehend).

* botanische Schreibweise: Cinchona pubescens Vahl (Cinchona succirubra Pav.), Cinchona calisaya Wedd., Cinchona ledgeriana Moens ex Trimen

Quellen

  1. Braun, R., & Zapf, T. (2019). Standardzulassungen und Standardregistrierungen für Fertigarzneimittel – Text und Kommentar (Gesamtwerk mit 19. Aktualisierungslieferung, 2019). Stuttgart: Deutscher Apotheker Verlag.
  2. Europäisches Arzneibuch (Ph.Eur.) 10. Ausgabe (Grundwerk 2020), Amtliche deutsche Ausgabe. Deutscher Apotheker Verlag.
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