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Bärentraube

Echte Bärentraube (Arctostaphylos uva-ursi)

Synonyme/einheimische Namen: Bärentraube, Gemeine Bärentraube, Immergrüne Bärentraube

Bärentraube gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae).


Bärentraube: Anwendungsgebiete

Bärentraubenblätter-Zubereitungen zur Anwendung als "Traditionelles pflanzliches Arzneimittel" ("Traditional use") nach HMPC (Monographie s.u.):

  • Bei erwachsenen Frauen zur Behandlung der Beschwerden bei leichten, wiederkehrenden Infektionen der unteren Harnwege. Dazu zählen zum Beispiel Brennen beim Wasserlassen und/oder häufiges Wasserlassen.
  • Anwendung höchstens eine Woche.
  • Vor der Behandlung sollte ärztlich ausgeschlossen worden sein, dass eine schwerwiegende Krankheit die Beschwerden verursacht.

Die Leitlinie "Epidemiologie, Diagnostik, Therapie, Prävention und Management unkomplizierter, bakterieller, ambulant erworbener Harnwegsinfektionen bei erwachsenen Patienten" von 2017 der Deutschen Gesellschaft für Urologie nennt Präparate aus Bärentraubenblättern als mögliche pflanzliche Behandlungen der häufig rezidivierenden Zystitis der Frau. Die Bärentraubenblätter-Präparate sollten nicht länger als einen Monat eingenommen werden. Die DEGAM-Leitlinie "Brennen beim Wasserlassen" von 2017 übernimmt die Empfehlungen dieser Leitlinie identisch. Rezidivierende Zystitis ist die wiederkehrende Infektion der unteren Harnwege.

 

Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht eine medizinische oder pharmazeutische Beratung. Sie dienen nicht der Selbstmedikation. Anwendungsgebiete, Wirkungen, Nebenwirkungen und Gegenanzeigen sind hier nicht vollständig beschrieben. Für die geeignete Anwendung fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Bei pflanzlichen Arzneimitteln lesen Sie die Packungsbeilage.


Monographien "Bärentraubenblätter"

Bärentraubenblätter (Uvae ursi folium) nach dem Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur. 9) sind

  • die Blätter von Arctostaphylos uva-ursi*,
  • ganz oder zerkleinert, getrocknet,
  • mit einem bestimmten Mindestgehalt an Arbutin.

Bärentraubenblätter-Zubereitungen zur Anwendung als "Traditionelles pflanzliches Arzneimittel" ("Traditional use") nach HMPC sind

  • die Blätter von Arctostaphylos uva-ursi* (entsprechend Ph.Eur.),
  • zerkleinert oder pulverisiert oder
  • als bestimmte Extrakte (Trockenxtrakte, Flüssigextrakt),
  • zum Einnehmen als Tee bzw. zum Einnehmen in fester Form (z.B. als Kapseln) oder in flüssiger Form (z.B. als Tropfen).

* botanisch exakt: Arctostaphylos uva-ursi (L.) Spreng.


Bärentraube: Historische Bilder


Quellen

  • Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin e.V. (DEGAM) (2017). Brennen beim Wasserlassen. S3-Leitlinie und Anwenderversion der S3-Leitlinie Harnwegsinfektionen. AWMF-Register-Nr. 053-001  Abgerufen 10/2019 von https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/053-050.html.
  • Europäisches Arzneibuch (Ph.Eur.) 9 Ausgabe (Grundwerk 2017), Amtliche deutsche Ausgabe. Deutscher Apotheker Verlag.
  • European Medicines Agency, Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) (30.01.2018): EMA/HMPC/750269/2016. European Union herbal monograph on Arctostaphylos uva-ursi (L.) Spreng., folium. Abgerufen 10/2019 von https://www.ema.europa.eu/en/medicines/herbal/uvae-ursi-folium.
  • Leitlinienprogramm DGU: Interdisziplinäre S3 Leitlinie: Epidemiologie, Diagnostik, Therapie, Prävention und Management unkomplizierter, bakterieller, ambulant erworbener Harnwegsinfektionen bei erwachsenen Patienten. Langversion 1.1-2, 2017. AWMF Registernummer: 043/044. Abgerufen 10/2019 von https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/043-044.html.

Letzte Akualisierung: 07.10.2019