Synonyme/einheimische Namen: Gemeiner Wacholder, Wacholder
Wacholder gehört zur Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae).
Anwendungsgebiete von Wacholderbeeren sind nach HMPC
Anwendungsgebiete von Wacholderöl sind nach HMPC
Wacholderbeeren als Durchspülungsmittel:
Wacholderbeeren gut kauen und schlucken. Dauer: 21 Tage. Dabei wird die Anzahl Wacholderbeeren pro Tag erst gesteigert, dann wieder verringert:
Wacholderbeeren-Tee:
1 knapper Teelöffel Wacholderbeeren (ca. 2,5 g)
kurz vor Gebrauch zerstoßen,
mit ca. 150 ml kochendem Wasser übergießen,
nach ca. 10 bis 15 Minuten abgießen.
Diesen Tee 1 bis 4 mal täglich trinken.
Wacholderöl als Badezusatz:
1 bis 1,5 g Wacholderöl
in ein Vollbad mit 35 bis 38 °C geben.
In diesem Bad 10 bis 20 Minuten baden.
3 bis 4 mal pro Woche.
Wacholderbeeren (Juniperi galbulus) nach der Monographie im Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur.) sind die reifen Beerenzapfen von Juniperus communis*, getrocknet, mit einem bestimmten Mindestgehalt an ätherischem Öl. Geruch: Vor allem beim Zerstoßen riechen Wacholderbeeren stark aromatisch. Der Geruch erinnert an Terpinen-4-ol.
Wacholderöl (Juniperi aetheroleum) nach der Monographie im Europäischen Arzneibuch ist das ätherische Öl aus den reifen, unvergorenen Beerenzapfen von Juniperus communis*, durch Wasserdampfdestillation gewonnen, ggf. mit Zusatz eines geeigneten Antioxidans. Aussehen: Wacholderöl ist ein leicht bewegliche Flüssigkeit, farblos oder mit gelblicher Farbe. Geruch: Wacholderöl riecht charakteristisch.
* botanische Schreibweise: Juniperus communis L.
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