Rhabarber gehört zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae).
Anwendungsgebiet von Rhabarberwurzel ist nach HMPC kurzzeitig zur Behandlung von gelegentlicher Verstopfung („well established use“).
Dafür kann Rhabarberwurzel als Tee getrunken werden, der auf einen bestimmten Wirkstoffgehalt standardisiert ist. Oder Rhabarberwurzel kann als Zubereitung in fester Form (z.B. Tabletten) oder flüssiger Form (z.B. Tropfen) eingenommen werden, deren Einzeldosis 20 bis 30 mg Hydroxyanthracenderivate enthält.
Eine Menge Rhabarberwurzel, die höchstens 30 mg Hydroxyanthracenderivaten entspricht, mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, nach 5 bis 15 Minuten abgießen. Diesen Tee am Abend 1 mal trinken. Einnahme nicht länger als 1 Woche. Normalerweise genügt die Einnahme an 2 bis 3 Abenden in der Woche.
Die richtige individuelle Dosis ist die kleinste Dosis, die für einen angenehmen, weich geformten Stuhl benötigt wird.
Rhabarberwurzel (Rhei radix) nach der Monographie im Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur.) sind die unterirdischen Teilen von Rheum palmatum* und/oder Rheum officinale* und/oder von Hybriden der beiden Arten., ohne Spross, weitgehend ohne Außenrinde und Seitenwurzeln, ganz oder zerkleinert, getrocknet, mit einem Gehalt von mindestens 2 % Hydroxyanthracenglycosiden, berechnet als Rhein-8-glucosid.
Eingestellter Rhabarbertrockenextrakt (Rhei extractum siccum normatum) nach dem Europäischen Arzneibuch enthält 4 bis 6 % Hydroxyanthracenglycoside, berechnet als Rhein-8-glucosid. Aussehen: Eingestellter Rhabarbertrockenextrakt ist eine braunes, amorphes Pulver.
* botanische Schreibweise: Rheum palmatum L., Rheum officinale Baill.