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Heidelbeere

Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)

Synonyme/einheimische Namen: Blaubeere

Heidelbeere gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae).


Heidelbeere: Anwendungsgebiete

Frische Heidelbeeren nach HMPC (Monographie s. u.):

  • Linderung von Unbehagen und Schweregefühl in den Beinen im Zusammenhang mit leichten venösen Durchblutungsstörungen.
  • Linderung der Beschwerden von Einblutungen in die Haut aus kleinen Blutgefäßen.

Getrocknete Heidelbeeren als Tee bzw. Aufguss nach HMPC (Monographie s. u.):

  • Leichter Durchfall.
  • Leichte Entzündungen der Mundschleimhaut.

Getrocknete Heidelbeeren als Tee bzw. Aufguss nach Standardzulassung

  • Unspezifische, akute Durchfallerkrankungen.
  • Leichte Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum.

Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht eine medizinische oder pharmazeutische Beratung. Sie dienen nicht der Selbstmedikation. Anwendungsgebiete, Wirkungen, Nebenwirkungen und Gegenanzeigen sind hier nicht vollständig beschrieben. Für die geeignete Anwendung fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Bei pflanzlichen Arzneimitteln lesen Sie die Packungsbeilage.


Heidelbeeren Dosierung

Getrocknete Heidelbeeren Tee

  • 1 Esslöffel getrocknete Heidelbeeren (ca. 10 g),
  • kurz vor Gebrauch zerquetscht,
  • mit ca. 150 ml Wasser übergießen,
  • etwa 10 bis 15 Minuten lang kochen,
  • abgießen.
  • Diesen Tee 2 bis 6 mal täglich trinken (bei Durchfallerkrankungen).

Getrocknete Heidelbeeren Aufguss

  • 10 g getrocknete Heidelbeeren
  • mit 100 ml Wasser übergießen,
  • etwa 10 bis 15 Minuten lang kochen,
  • abgießen.
  • Mit diesem Aufguss oder einem Vielfachen davon den Mund spülen oder gurgeln.

Monographien "Frische Heidelbeeren", "Getrocknete Heidelbeeren", "Heidelbeerblätter"

Frische Heidelbeeren (Myrtilli fructus recens) nach dem Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur. 9.6) sind

  • die reifen Früchte von Vaccinium myrtillus*,
  • frisch oder gefroren,
  • mit einem bestimmten Mindestgehalt an Anthocyanen, berechnet als Cyanidin-3-O-glucosid-chlorid (Chrysanthemin).

Eingestellter, gereinigter Trockenextrakt aus frischen Heidelbeeren (Myrtilli fructus recentis extractum siccum raffinatum et normatum) nach dem Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur. 9.7) ist

  • der Trockenextrakt aus Frischen Heidelbeeren (Myrtilli fructus recens, s.o.),
  • gereinigt,
  • eingestellt auf einen bestimmten Gehalt an Anthocyanen, berechnet als Cyanidin-3-O-glucosid-chlorid (Chrysanthemin).

Aussehen: Eingestellter, gereinigter Trockenextrakt aus frischen Heidelbeeren ist ein amorphes (= nicht kristallines), hygroskopische (= Wasser anziehendes) Pulver von dunkel-rötlich-violetter Farbe.

Getrocknete Heidelbeeren (Myrtilli fructus siccus) nach dem Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur. 9.6) ist

  • die reife Frucht von Vaccinium myrtillus*,
  • getrocknet,
  • mit einem bestimmten Mindestgehalt an Gerbstoffen, berechnet als Pyrogallol.

Heidelbeerblätter (Myrtilli folium) nach dem Deutschen Arzneimittel Codex (DAC 2013) sind

  • die Laubblätter von Vaccinium myrtillus*,
  • getrocknet, ganz oder geschnitten,
  • mit einem bestimmten Mindestgehalt an Gerbstoffen, berechnet als Pyrogallol.

Frische Heidelbeeren (Myrtilli fructus recens) mit der Einstufung "Traditional use" (traditionelles pflanzliches Arzneimittel) nach HMPC sind

  • die frischen Beeren von Vaccinium myrtillus* (entsprechend Ph. Eur.),
  • als bestimmter Trockenextrakt
  • mit einem bestimmten Mindestgehalt an Anthocyanen entsprechend einem bestimmten Mindestgehalt an Anthocyanidinen,
  • zum Einnehmen in fester Form (z.B. als Tabletten).

Getrocknete Heidelbeeren (Myrtilli fructus siccus) mit der Einstufung "Traditional use" (traditionelles pflanzliches Arzneimittel) nach HMPC sind

  • die reifen, getrockneten Früchte von Vaccinium myrtillus* (entsprechend Ph. Eur.),
  • ganz oder zerkleinert,
  • zum Einnehmen als Tee oder
  • zur Anwendung in der Mundhöhle als Aufguss.

* botanische Schreibweise: Vaccinium myrtillus L.


Heidelbeere: Historische Bilder


Quellen

  • Braun, R., & Zapf, T. (2019). Standardzulassungen und Standardregistrierungen für Fertigarzneimittel - Text und Kommentar (Gesamtwerk mit 19. Aktualisierungslieferung, 2019). Stuttgart: Deutscher Apotheker Verlag.
  • Europäisches Arzneibuch (Ph.Eur.) 9 Ausgabe (Grundwerk 2017), Amtliche deutsche Ausgabe. Deutscher Apotheker Verlag.
  • European Medicines Agency, Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) (29.09.2015): EMA/HMPC/375808/2014. European Union herbal monograph on Vaccinium myrtillus L., fructus recens. Abgerufen 10/2019 von https://www.ema.europa.eu/en/medicines/herbal/myrtilli-fructus-recens.
  • European Medicines Agency, Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) (29.09.2015): EMA/HMPC/678995/2013. European Union herbal monograph on Vaccinium myrtillus L., fructus siccus. Abgerufen 10/2019 von https://www.ema.europa.eu/en/medicines/herbal/myrtilli-fructus-siccus

Letzte Akualisierung: 23.01.2020