Kalmus

Kalmus: Verdauungsfördernd, wegen β-Asaron nicht mehr üblich

Kalmus (Acorus calamus)

Kalmus gehört zur Familie der Kalmusgewächse (Acoraceae).

Wofür wird Kalmuswurzelstock verwendet?

Der aromatische, bittere Kalmuswurzelstock wird bei Appetitlosigkeit und bei Verdauungsbeschwerden mit Blähungen eingesetzt. Da das enthaltene β-Asaron als krebserregend (karzinogen) und erbgutschädigend (mutagen) gilt, ist die Verwendung von Kalmus heute stark eingeschränkt. Nur wenn der β-Asaron-Gehalt unter 0,5 % liegt, darf Kalmuswurzelstock verwendet werden. Doch auch solche Produkte sollten besser nicht dauerhaft eingenommen werden. Das gilt z.B. auch für Magenliköre, wenn sie Kalmus wurzelstock enthalten.

Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht eine medizinische oder pharmazeutische Beratung. Sie dienen nicht der Selbstmedikation. Anwendungsgebiete, Wirkungen, Nebenwirkungen und Gegenanzeigen sind hier nicht vollständig beschrieben. Für die geeignete Anwendung fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Bei pflanzlichen Arzneimitteln lesen Sie die Packungsbeilage.

Kalmuswurzelstock (Calami rhizoma)

Kalmus (Kalmuswurzelstock, Calami rhizoma) wurde 2014 aus dem Deutschen Arzneimittel-Codex gestrichen, weil der Inhaltsstoff β-Asaron als krebserregend und erbgutschädigend gilt.

Historische Grafik von Kalmus

Kalmus, Acorus calamus, historische Grafik

Quellen

  1. Melzig M.F., Hiller K. (2023). Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen. Berlin: Springer Spektrum.
  2. van Wyk, B.-E., & Wink, M. (2017): Medicinal Plants of the World. Pretoria (Südafrika): Briza Publications.
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