Schöllkraut

Schöllkraut: Alkaloide für Leber-Galle-Präparate

Schöllkraut (Chelidonium majus)

Schöllkraut gehört zur Familie der Mohngewächse (Papaveraceae).

Wofür wird Schöllkraut verwendet?

Schöllkraut ist Bestandteil von Leber-Galle-Präparaten. Schöllkraut wirkt unter anderem choleretisch (Gallensekretion fördernd) und krampflösend. Allerdings entfalten die Alkaloide in Schöllkraut eine insgesamt komplexe Wirkung. Eine Selbstmedikation mit Schöllkraut-Tee wird nicht empfohlen, weil die Menge an Alkaloiden  schlecht zu regulieren ist. Außerdem wird Schöllkraut als potenziell lebertoxisch angesehen.

Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht eine medizinische oder pharmazeutische Beratung. Sie dienen nicht der Selbstmedikation. Anwendungsgebiete, Wirkungen, Nebenwirkungen und Gegenanzeigen sind hier nicht vollständig beschrieben. Für die geeignete Anwendung fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Bei pflanzlichen Arzneimitteln lesen Sie die Packungsbeilage.

Schöllkraut im Arzneibuch: Chelidonii herba

Schöllkraut (Chelidonii herba) nach der Monographie im Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur.) sind die oberirdischen Teile von Chelidonium majus*, während der Blütezeit gesammelt, getrocknet, ganz oder geschnitten, mit einem bestimmten Mindestgesamtgehalt an Alkaloiden, berechnet als Chelidonin.

* botanische Schreibweise: Chelidonium majus L.

Inhaltsstoffe von Schöllkraut

Schöllkraut enthält eine Reihe von Alkaloiden. Coptisin ist das Hauptalkaloid, dazu kommen Chelidonin, Chelerythrin, Protopin, Sanguinarin, Stylopin und Berberin.

Historische Grafik von Schöllkraut

Schöllkraut, Chelidonium majus, historische Grafik

Quellen

  1. Europäisches Arzneibuch (Ph.Eur.) 10. Ausgabe (Grundwerk 2020), Amtliche deutsche Ausgabe. Deutscher Apotheker Verlag.
  2. Melzig M.F., Hiller K. (2023). Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen. Berlin: Springer Spektrum.
  3. van Wyk, B.-E., & Wink, M. (2017): Medicinal Plants of the World. Pretoria (Südafrika): Briza Publications.