Schöllkraut gehört zur Familie der Mohngewächse (Papaveraceae).
Schöllkraut ist Bestandteil von Leber-Galle-Präparaten. Schöllkraut wirkt unter anderem choleretisch (Gallensekretion fördernd) und krampflösend. Allerdings entfalten die Alkaloide in Schöllkraut eine insgesamt komplexe Wirkung. Eine Selbstmedikation mit Schöllkraut-Tee wird nicht empfohlen, weil die Menge an Alkaloiden schlecht zu regulieren ist. Außerdem wird Schöllkraut als potenziell lebertoxisch angesehen.
Schöllkraut (Chelidonii herba) nach der Monographie im Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur.) sind die oberirdischen Teile von Chelidonium majus*, während der Blütezeit gesammelt, getrocknet, ganz oder geschnitten, mit einem bestimmten Mindestgesamtgehalt an Alkaloiden, berechnet als Chelidonin.
* botanische Schreibweise: Chelidonium majus L.
Schöllkraut enthält eine Reihe von Alkaloiden. Coptisin ist das Hauptalkaloid, dazu kommen Chelidonin, Chelerythrin, Protopin, Sanguinarin, Stylopin und Berberin.
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