Ehrenpreis

Ehrenpreis: Volksheilkunde bei verschiedenen Beschwerden

Echter Ehrenpreis (Veronica officinalis)

Ehrenpreis gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae). Früher wurde Ehrenpreis zur Familie der Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae) gezählt.

Wofür wird Ehrenpreiskraut verwendet?

Heute wird Ehrenpreis eher wenig verwendet. Traditionelle Anwendungsgebiete waren breit gefächert: Bei Husten, Rheuma, Gicht, Appetitverlust, als schweißförderndes Mittel bei Erkältung, als Gurgelmittel bei entzündeter Mund- und Rachenschleimhaut, äußerlich zur Wundheilung und bei Hautjucken und andere Beschwerden wurde Ehrenpreiskraut eingesetzt.

Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht eine medizinische oder pharmazeutische Beratung. Sie dienen nicht der Selbstmedikation. Anwendungsgebiete, Wirkungen, Nebenwirkungen und Gegenanzeigen sind hier nicht vollständig beschrieben. Für die geeignete Anwendung fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Bei pflanzlichen Arzneimitteln lesen Sie die Packungsbeilage.

Ehrenpreiskraut im Deutschen Arzneimittel-Codex (DAC): Veronicae herba

Ehrenpreiskraut (Veronicae herba) nach der Monographie im Deutschen Arzneimittel-Codex (DAC) sind die oberirdischen Teile von Veronica officinalis*, zur Blütezeit gesammelt, getrocknet, ganz oder geschnitten, mit einem Gehalt von mindestens 20 % Extraktivstoffen.

* botanische Schreibweise: Veronica officinalis L.

Inhaltsstoffe

Ehrenpreiskraut enthält bis zu 1 % Iridoidglykoside, zum Beispiel Catalpol, Veronicosid und Aucubin. Hinzu kommen unter anderem Flavooide und Triterpensaponine.

Historische Grafik von Ehrenpreis

Echter Ehrenpreis, Veronica officinalis, historische Grafik

Quellen

  1. Blaschek, W. (2016). Wichtl – Teedrogen und Phytopharmaka. Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH.
  2. DAC/NRF-Kommission, ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V. (Hrsg.). Deutscher Arzneimittel-Codex® / Neues Rezeptur-Formularium® (DAC/NRF) (Fortsetzungswerk, Loseblattwerk). Govi Verlag.
  3. Hiller K., Melzig M.F. (2010). Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen. Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.
  4. van Wyk, B.-E., & Wink, M. (2017): Medicinal Plants of the World. Pretoria (Südafrika): Briza Publications.
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