Adonisröschen

Adonisröschen: Giftpflanze mit Herzglykosiden

Frühlings-Adonisröschen (Adonis vernalis)

Frühlings-Adonisröschen ist eine stark giftige, in Deutschland heimische, mehrjährige Pflanze.  Adonsiröschen hat auffällige gelbe Blüten, die sich bei Sonne öffnen, und fiederteilige Blätter. Die Staude treibt im frühen Frühjahr aus und blüht von April bis Mai. Adonisröschen wächst auf Trockenrasen, Halbtrockenrasen und in Kiefernwäldern. Es wird 10 bis 40 cm hoch. In Deutschland ist Adonisröschen geschützt.

Adonisröschen gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae).

Wie wirkt Adoniskraut?

Adoniskraut ist giftig. Es enthält eine Reihe herzwirksamer Glykoside vom Cardenolidtyp, darunter Cymarin und Adonitoxin. Sie sind positiv inotrop, das heißt, sie erhöhen die Kontraktionskraft des Herzens. Herzwiksame Glykoside haben eine enge therapeutische Breite. Ihre Dosierung muss genau eingehalten und überwacht werden, um Vergiftungen zu verhindern. Das macht die Pflanze ungeeignet zur Eigenanwendung. Früher gab es Adonispulver, das auf einen bestimmten Gehalt an Cymarin eingestellt war. Dieses Pulver wurde traditionell bei leichter Herzinsuffizienz mit nervösen Begleiterscheinungen eingesetzt. Da es heutzutage wirksame und risikoärmere andere Behandlungsmöglichkeiten bei Herzinsuffizienz gibt, haben pflanzliche Arzneimittel mit Herzglykosiden heute außerhalb der Homöopathie medizinisch keine Bedeutung mehr.

Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht eine medizinische oder pharmazeutische Beratung. Sie dienen nicht der Selbstmedikation. Anwendungsgebiete, Wirkungen, Nebenwirkungen und Gegenanzeigen sind hier nicht vollständig beschrieben. Für die geeignete Anwendung fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Bei pflanzlichen Arzneimitteln lesen Sie die Packungsbeilage.

Historische Grafik des Frühlings-Adonisröschens

Frühlings-Adonisröschen, Adonis vernalis, historische Grafik

Quellen

  1. Düll, R., & Kutzelnigg, H. (2005). Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands. Wiebelsheim: Quelle & Meyer Verlag.
  2. Hiller K., Melzig M.F. (2010). Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen. Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.
  3. van Wyk, B.-E., & Wink, M. (2017): Medicinal Plants of the World. Pretoria (Südafrika): Briza Publications.
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