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Jujube (Ziziphus jujuba) Pflanze
Jujubenfrüchte in der Ernährung
Jujubenfrüchte (Jujubae fructus) in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM): Dazao 大枣)
Die chinesische Jujube Ziziphus jujuba* ist ein bis zu sechs Meter hoher Baum aus der Familie der Kreuzdorngewächse (Rhamnaceae). Ihre frischen, reifen Früchte, Jujuben oder Jujubenfrüchte genannt, haben eine rote Haut und ein gelbliches Fruchtfleisch. Es gibt sehr viele verschiedene Kultivare mit unterschiedlichen Fruchtgrößen und unterschiedlichem süßen oder sauren Geschmack.
Die Jujube stammt aus China aus der Region des mittleren und unteren Laufes des Gelben Flusses. Jujube und der Jujubenanbau haben sich in vielen Ländern weltweit verbreitet, da die Pflanze Wassermangel aushält und sich auch an alkalische, salzige und karge Böden anpassen kann.
Nicht verwechseln: Stacheljujubensamen werden von der botanischen Varietät Ziziphus jujuba var. spinosa (Stacheljujube), gewonnen.
* botanische Schreibweise: Ziziphus jujuba Mill.
synonym: Ziziphus jujuba var. jujuba
In China lässt sich die Nutzung der Jujube schon vor 7.000 Jahre belegen. Seit maher als 4.000 Jahren wird Jujube in China kultiviert. Der am Mittellauf des Gelben Flusses gelegene Kreis Jia in der chinesischen Provinz Shaanxi gilt als der Ort mit der längsten Geschichte des Jujuben-Anbaus. Manche Bäume sind mehrere hundert Jahre alt, einige Exemplare sind sogar älter als tausend Jahre.
Von den "Jujuben gepflückt im August" ist in der ältesten Sammlung chinesischer Gedichte die Rede - in dem zwischen dem 10. und 7. Jahrundert v. Chr. entstandenen "Buch der Lieder". In dem wörterbuch-artigen Buch Erya, das vor 2.600 Jahren geschrieben wurde, werden 11 Landrassen von Jujube genannt. Das vor 1.500 Jahren geschriebene landwirtschaftliche Buch Qi Min Yao Shu berichtet von 45 Jujube-Landrassen und beschreibt zahlreiche Techniken für die Kultivierung und Verarbeitung der Jujube.
Über die "Seidenstraße" kam Jujube vor rund 2.000 Jahren nach Europa. In den USA wurden die ersten aus Europa importierten Jujuben-Sämlinge im 19. Jahrhundert gepflanzt.
Der chinesischen Name (Pinyin) für Jujubenfrüchte lautet Dazao (da zao). Übersetzt bedeutet das "Große Jujube". Auch der eher volkstümliche Name Hongzao (hong zao = Rote Jujube) wird genutzt.
Jubjubenfrüchte werden auch chinesische Dattel oder rote Dattel oder Brustbeere genannt. Botanisch sind sie jedoch nicht mit den Datteln verwandt. Datteln wachsen an Palmen, während Jujube ein Kreuztdorngewächs ist.
Jujubenfrüchte haben einen hohen Nährwert und können auch in der tägiche Ernährung verwendet werden. In der chinesischen Küche sind sie eine häufige Zutat. In China, Indien und anderen südostasiatischen Ländern gelten Jujubenfrüchte als "Superfood". So sind sie auch in einer chinesischen Kraftsuppe oft enthalten. Die Früchte können getrocknet verwendet oder auch frisch als Obst oder gekocht als Nachspeise verzehrt werden. Frische, reife Jujubenfrüchte können 30 % Zucker enthalten.
Jujubenfrüchte (Jujubae fructus) sind die getrockneten, reifen Früchte von Ziziphus jujuba, entweder ganz oder in große Stücke zerteilt. Der chinesische Name (Pinyin) für Jujubenfrüchte lautet Dazao.
Aussprache von Dazao (dàzăo):
Getrocknete Jujubenfrüchte haben eine rundliche oder ovale Form. Sie sind 2 bis 3,5 cm lang und 1,5 bis 2,5 cm im Durchmesser. Der Kern hat Spindelform. Die Oberfläche der Früchte hat eine dunkelrote Farbe. Sie glänzt schwach und hat unregelmäßige Runzelungen. Jujubenfrüchte schmecken süß.
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gehören Jujubenfrüchte zur Gruppe der Xue tonisierenden Arzneimittel. Außerdem mehren Jujubenfrüchte das Qi, beruhigen den Geist und harmonisieren die Wirkung anderer Kräuter innerhalb einer Rezeptur.
TCM-Merkmale von Dazao:
TCM-Anwendungsgebiete von Dazao:
In der Traditionellen Chinesischen Medizin werden Rezepturen mit Dazao unter anderem bei folgenden Erkrankungen eingesetzt:
Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht eine medizinische oder pharmazeutische Beratung. Sie dienen nicht der Selbstmedikation. Anwendungsgebiete, Wirkungen, Nebenwirkungen und Gegenanzeigen sind hier nicht vollständig beschrieben. Für die geeignete Anwendung fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Bei pflanzlichen Arzneimitteln lesen Sie die Packungsbeilage.
Letzte Akualisierung: 24.03.2026
