Synonyme/einheimische Namen: Echter Baldrian, Gemeiner Baldrian, Gewöhnlicher Baldrian
Der Baldrian gehört zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae). Früher wurde Baldrian zur Familie der Baldriangewächse (Valerianaceae) gezählt. Die gibt es nicht mehr als Rangstufe einer Familie.
Anwendungsgebiete Baldrianwurzel sind nach HMPC die Linderung leichter nervöser Anspannungen und bei Schlafstörungen („well established use“, Anwendung als bestimmter Trockenextrakt) sowie die Besserung des Befindens bei nervlicher Belastung und zur Schlafunterstützung.
Anwendungsgebiet von Baldrianöl ist nach HMPC die Besserung des Befindens bei nervlicher Belastung und zur Schlafunterstützung.
Baldrianwurzel-Tee:
1 Teelöffel geschnittene Baldrianwurzel (ca. 2,5 g) mit ca 150 ml kochendem Wasser übergießen nach ca 10 bis 15 Minuten abgießen. Dieser Tee ein- bis mehrmals täglich trinken. Zur Besserung des Befindens bei nervlicher Belastung: bis zu 3 mal täglich. Zur Schlafunterstützung: 30 bis 60 Minuten vor dem Schlafengehen; falls nötig zusätzlich früher am Abend.
Baldriantinktur zur Beruhigung:
1/2 Teelöffel Baldriantinktur (ca. 1,5 ml), verdünnt mit etwas Wasser, 2 bis 3 mal täglich einnehmen.
Baldriantinktur bei Schlafstörungen:
1 Teelöffel Baldriantinktur (ca. 3 ml) verdünnt mit etwas Wasser, 30 Minuten vor dem Schlafengehen einnehmen. Bei nicht ausreichender Wirksamkeit kann zusätzlich 1 Teelöffel Baldriantinktur vor dem Abendessen eingenommen werden.
Baldrianwurzel-Bad:
100 g Baldrianwurzel als Heißaufguss einmal täglich für ein Vollbad verwenden.
Baldrianöl zur Beruhigung:
15 mg (=0,015 g) Baldrianöl 3 mal täglich einnehmen.
Baldrianöl bei Schlafstörungen:
30 mg (=0,03 g) Baldrianöl 30 bis 60 Minuten vor dem Schlafengehen einnehmen.
Baldrianöl als Badezusatz:
0,24 bis 0,4 g Baldrianöl zu einem Vollbad geben, bei 34 bis 37 ° C Badetemperatur 10 bis 20 Minuten baden. 3 bis 4 mal pro Woche mit einem Baldrianöl-Zusatz baden.
Baldrianwurzel (Valerianae radix) nach der Monographie im Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur.) sind die unterirdischen Teile von Valeriana officinalis* (Rhizom, Wurzeln und Ausläufer), getrocknet, ganz oder zerkleinert, mit bestimmten Mindestgehalten an ätherischem Öl und an Sesquiterpensäuren (berechnet als Valerensäure).
Geschnittene Baldrianwurzel (Valerianae radix minutata) nach Arzneibuch wird für die Teezubereitung verwendet.
Baldriantinktur (Valerianae tinctura) nach Arzneibuch hat einen bestimmten Mindestgehalt an Sesquiterpensäuren, berechnet als Valerensäure. Aussehen: Baldriantinktur ist eine braune Flüssigkeit.
Mit Wasser hergestellter Baldriantrockenextrakt (Valerianae extractum aquosum siccum) nach Arzneibuch hat einen bestimmten Mindestgehalt an Sesquiterpensäuren, berechnet als Valerensäure. Aussehen: Mit Wasser hergestellter Baldriantrockenextrakt ist ein hygroskopisches (= Waser anziehendes) Pulver von brauner oder bräunlicher Farbe.
Mit wässrig-alkoholischen Mischungen hergestellter Baldriantrockenextrakt (Valerianae extractum hydroalcoholicum siccum) nach Arzneibuch hat einen bestimmten Mindestgehalt an Sesquiterpensäuren, berechnet als Valerensäure. Aussehen: Mit wässrig-alkoholischen Mischungen hergestellter Baldriantrockenextrakt ist ein hygroskopisches (= Wasser anziehendes) Pulver von brauner Farbe.
*botanische Schreibweise: Valeriana officinalis L. s.l.
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