Eukalyptus

Eukalyptus: Öl bei Husten und Muskelschmerzen

Eukalyptusbaum (Eucalyptus globulus)

Synonyme/einheimische Namen: Blaugummibaum

Eukalyptus gehört zur Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae).

Wofür werden Eukalyptusblätter und Eukalyptusöl verwendet?

Anwendungsgebiet von Eucalyptusblättern und von Eucalyptusöl ist nach HMPC die Linderung bei Husten mit Erkältung.

Eucalyptusöl wird außerdem äußerlich eingesetzt zur Symptomlinderung bei örtlichen Muskelschmerzen.

Die DEGAM-/DGHNO-KHC-Leitlinie „Rhinosinusitis“ von 2017 nennt bestimmte Eucalyptusextrakte als mögliche pflanzliche Behandlung der akuten Rhiosinusitis. Für eine Aussage zur pflanzlichen Behandlung der chronischen oder der rezidivierenden (wiederkehrenden) Rhinosinusitis wird die Datenlage als nicht ausreichend angesehen. Rhinosinusitis ist eine entzündliche Erkrankung im Bereich der Nasennebenhöhlen.

Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht eine medizinische oder pharmazeutische Beratung. Sie dienen nicht der Selbstmedikation. Anwendungsgebiete, Wirkungen, Nebenwirkungen und Gegenanzeigen sind hier nicht vollständig beschrieben. Für die geeignete Anwendung fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Bei pflanzlichen Arzneimitteln lesen Sie die Packungsbeilage.

Eukalyptusblätter-Tee zubereiten

1 Teelöffel Eucalyptusblätter (ca. 1,8 g) mit ca. 150 ml kochendem Wasser übergießen, nach ca. 10 bis 15 Minuten abgießen. Diesen Tee 3 mal täglich trinken.

Eukalyptusöl anwenden

Eukalyptusöl zum Einnehmen:

2 bis 4 Tropfen Eucalyptusöl auf Zucker oder in einem Glas warmem Wasser 3 mal täglich einnehmen.

Eucalyptusöl zur Inhalation:

3 bis 4 Tropfen Eucalyptusöl in heißes Wasser geben, inhalieren.

Eucalyptusöl äußerlich als Einreibung:

Einige Tropfen Eucalyptusöl auf der Haut verreiben. Wo: Gegen Erkältungskrankheiten der Luftwege das Eucalyptusöl auf Brust- und Rückenhaut verreiben. Gegen rheumatische Beschwerden das Eucalyptusöl auf den betroffenen Hautpartien verreiben.

Eukalyptusblätter (Eucalypti folium) und Eukalyptusöl im Arzneibuch

Eucalyptusblätter (Eucalypti folium) nach der Monographie im Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur.) sind die Laubblätter älterer Zweige von Eucalyptus globulus*, ganz oder geschnittenen, getrockneten, mit einem bestimmten Mindestgehalt an ätherischem Öl. Geruch: Eucalyptusblätter riechen aromatisch nach Cineol.

Eucalyptusöl (Eucalypti aetheroleum) nach dem Europäischen Arzneibuch ist das ätherische Öl aus den frischen Blättern oder frischen Zweigspitzen verschiedener 1,8-Cineol-reicher Eucalyptusarten, Aussehen: Eucalyptusöl ist eine farblose bis blassgellbe Flüssigkeit. Geruch: Eucalyptusöl riecht ähnlich wie 1,8-Cineol.

* botanische Schreibweise: Eucalyptus globulus Labill.

Inhaltsstoff Cineol

Quellen

  1. Braun, R., & Zapf, T. (2019). Standardzulassungen und Standardregistrierungen für Fertigarzneimittel – Text und Kommentar (Gesamtwerk mit 19. Aktualisierungslieferung, 2019). Stuttgart: Deutscher Apotheker Verlag.
  2. Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V. (DGHNO-KHC) Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) (2017). Rhinosinusitis – S2k-Leitlinie. AWMF-Register-Nr. 017/049 und 053-012. Abgerufen 10/2019 von https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/053-012.html.
  3. Europäisches Arzneibuch (Ph.Eur.) 10. Ausgabe (Grundwerk 2020) 5. Nachtrag, Amtliche deutsche Ausgabe. Deutscher Apotheker Verlag.
  4. European Medicines Agency, Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) (15.04.2013): EMA/HMPC/892618/201. Community herbal monograph on Eucalyptus globulus Labill., folium. Abgerufen 10/2019 von https://www.ema.europa.eu/en/medicines/herbal/eucalypti-folium.
  5. European Medicines Agency, Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) (25.03.2014): EMA/HMPC/307781/2012. Community herbal monograph on Eucalyptus globulus Labill., Eucalyptus polybractea R.T. Baker and/or Eucalyptus smithii R.T. Baker, aetheroleum. Abgerufen 10/2019 von https://www.ema.europa.eu/en/medicines/herbal/eucalypti-aetheroleum.
  6. Teuscher, E., Melzig, M. F., & Lindequist, U. (2012). Biogene Arzneimittel. Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft.