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Sesam

Sesam (Sesamum indicum)

Sesam stammt wahrscheinlich aus indien, möglicherweise kam er aber auch aus Afrika nach Indien. Er wird heute weltweit in tropischen, subtropischen und gemäßigten Regionen kultiviert. Der meiste Sesam wird in Afrika angebaut, gefolgt von Asien. Hauptanbauland ist der Sudan, gefolgt von Indien, Myanmar, China und Nigeria (Daten von 2021).

 

Sesam wächst als einjährige, krautige Pflanze aufrecht mit einer Höhe von bis zu 1,2 Meter. Die Stängel sind vierkantig und fein behaart. Die Blätter stehen gegenständig oder wechselständig, sie haben eine lanzettliche bis eiförmige Form. Die Blattlänge beträgt 4 bis 20 cm, stängelaufwärts kleiner werdend. In den Blattachseln sitzen einzeln und nach unten geneigt die großen Blüten, deren Blütenblätter schräg trompetenförmig zusammengewachsen sind. Die Blütenfarbe ist weiß, rosa oder violett-rosa. Auffällig sind auch die Früchte: Am Stängel schräg nach oben und oft dicht stehend, länglich geformt und längs deutlich viergeteilt. Die Früchte enthalten viele Samen.

Sesam gehört zur Familie der Pedaliaceae (Sesamgewächse).


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Sesamsamen im Arzneibuch (Sesami semen)

Sesamsamen (Sesami semen) nach der Monographie im Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur. 11.6) sind die

  • Samen von Sesamum indicum* (Synonym: Sesamum orientale*) einschließlich aller Sorten,
  • ganz,
  • getrocknet,
  • mit einem Gehalt von insgesamt mindestens 0,5 % Sesamin und Sesamolin.

Die Farbe der Sesamsamen hängt von der Sorte ab. Die Sesamsamen können weiß, cremefarben, grau, beige, braun, rot oder schwarz sein.

* botanische Schreibweise: Sesamum indicum L. (Synonym: Sesamum orientale L.)

Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht eine medizinische oder pharmazeutische Beratung. Sie dienen nicht der Selbstmedikation. Anwendungsgebiete, Wirkungen, Nebenwirkungen und Gegenanzeigen sind hier nicht vollständig beschrieben. Für die geeignete Anwendung fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Bei pflanzlichen Arzneimitteln lesen Sie die Packungsbeilage.


Schwarze Sesamsamen in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM):  Heizhima (Hei Zhi Ma), 黑芝麻

Schwarze Sesamsamen (Sesami semen nigrum) werden in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) verwendet. Sie gehören dort zur Gruppe der Yin tonisierenden Arzneimittel. Der chinesischen Name (Pinyin) für schwarze Sesamsamen lautet Heizhima (Hei Zhi Ma).

TCM-Merkmale von Heizhima:

  • Temperaturverhalten: neutral
  • Geschmacksrichtung: süß
  • Funktionskreisbezug: Funktionskreise Leber (orbis hepaticus) und Niere (orbis renalis)

TCM-Anwendungsgebiete von Heizhima:

 

In der Traditionellen Chinesischen Medizin werden Rezepturen mit Heizhima unter anderem bei folgenden Krankheiten oder Beschwerden eingesetzt: Schwindel, verschwommenes Sehen, Verstopfung, Tinnitus und frühzeitiges Ergrauen der Haare.


Inhaltsstoffe von Sesamsamen

Inhaltsstoffe von Sesamsamen sind:

  • fettes Öl (über 50 %)
  • Lignane
    • Sesamin
    • Sesamolin
  • Proteine

Quellen

  • Europäisches Arzneibuch (Ph.Eur.) 11. Ausgabe 6. Nachtrag (Grundwerk 2023), Amtliche deutsche Ausgabe. Deutscher Apotheker Verlag.
  • Leon, C., & Yu-Lin, L. (2017). Chinese Medicinal Plants, Herbal Drugs and Substitues - an identification guide. Richmond, Großbritannien: Royal Botanic Gartdens, Kew.
  • Melzig M.F., Hiller K. (2023). Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen. Berlin: Springer Spektrum.
  • Seidel, W. (2012). Die Weltgeschichte der Pflanzen. Köln: Eichborn Verlag in der Bastei Lübbe GmbH & Co KG.
  • Yi, Z., Zhao, F. F., & Kummer, D. G. (2014). Chinesische Heilpflanzen. Kulmbach: ML Verlag.

Letzte Akualisierung: 29.11.2025