Sie sind hier:  Startseite  >  Heilpflanzen  >  Siegesbeckie

A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z


Siegesbeckie

Siegesbeckie (Siegesbeckia orientalis)

Siegesbeckie gehört zur Familie der Korbblütengewächse (Korbblütler, Asteraceae).


Monographie "Siegesbeckienkraut" (Siegesbeckiae herba)

Siegesbeckiakraut (Siegesbeckiae herba) nach dem Deutschen Arzneibuch (DAB 2019) sind

  • die oberirdischen Teile von Sigesbeckia glabrescens*, Sigesbeckia orientalis* und Sigesbeckia pubescens*,
  • im Sommer oder im Herbst vor der Blüte bzw. während der Blüte gesammelt ,
  • getrocknet,
  • mit einem Gehalt von mindestens 0,05 % Kirenol.

Siegesbeckienkraut wird vor allem in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) verwendet.

* botanische Schreibweise:

Sigesbeckia glabrescens Makino
Sigesbeckia orientalis L.Sigesbeckia pubescens Makino

 

Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht eine medizinische oder pharmazeutische Beratung. Sie dienen nicht der Selbstmedikation. Anwendungsgebiete, Wirkungen, Nebenwirkungen und Gegenanzeigen sind hier nicht vollständig beschrieben. Für die geeignete Anwendung fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Bei pflanzlichen Arzneimitteln lesen Sie die Packungsbeilage.


Siegesbeckienkraut in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM): Xixiancao(稀莶草)

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gehört Siegesbeckienkraut zur Gruppe der Wind und Feuchtigkeit ausleitenden Arzneimittel. Der chinesische Name (Pinyin) von Siegesbeckienkraut lautet Xixiancao (xī xīan cǎo).

 

Für Xixiancao ist auch die Aufbereitung nach der traditionellen Paozhi-Methode "Gardämpfen mit Wein" (Jiuzheng) üblich. Das entsprechende Produkt heißt Juxixiancao (Jiu xixiancao).

TCM-Merkmale von Xixiancao

  • Temperaturverhalten: kalt
  • Geschmacksrichtung: bitter, scharf
  • Funktionskreisbezug: Funktionskreise Leber (orbis hepaticus) und Niere (orbis renalis).

TCM-Anwendungsgebiete von Xixiancao

 

Rezepturen mit Xixiancao bzw. mit seinen nach Paozhi-Methoden aufbereiteten Formen werden in der Traditionellen Chinesischen Medizin unter anderem bei folgenden Krankheiten und Beschwerden eingesetzt: Schmerzen bei Rheuma, Schmerzen und Schwäche in den Lenden und Kniegelenken, Kraftlosigkeit des Bewegungsapprats, halbseitige Lähmung, Geschwüre, Furunkel, Drehschwindel, Gelbsucht, Bluthochdruck.

Xixiancao wird auch äußerlich eingesetzt.


Buchempfehlungen

Anzeige. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.

Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen (Autoren: Matthias F. Melzig, Karl Hiller)
DAS Handbuch für Menschen, die sich viel mit Arzneipflanzen beschäftigen.

Das umfassende Nachschlagewerk bietet kompakte Informationen zu Arzneipflanzen wissenschaftlich fundiert und in handlicher Lexikon-Form. Es behandelt die in Deutschland bekannten Arzneipflanzen sowie Arzneipflanzen aus anderen europäischen Arzneibüchern, aus asiatischen traditionellen Drogenkompendien und der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).
Link zu Amazon

Chinese Medicinal Plants, Herbal Drugs and Substitutes: An Identification Guide (Autoren: Christine Leon, Lin Yu-lin)
Ein eindrucksvolles Werk zu TCM-Arzneidrogen und -Pflanzen mit über 3.000 Fotos.

Das großformatige, englische Buch ist Ergebnis der Zusammenarbeit der Royal Botanic Gardens, Kew, in London und dem Institute of Medicinal Plant Development (IMPLAD) in Peking. Ausführlich und wissenschaftlich präzise werden 226 Arzneidrogen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und ihre Pflanzen beschrieben, um sie identifizieren und unterscheiden zu können.
Link zu Amazon

Das Fünf Elemente Kochbuch (Autoren: Barbara Temelie, Beatrice Trebuth)
Ein westliches Kochbuch zur Umsetzung der chinesischen Ernährungslehre.

Das Buch führt in die chinesische Ernährungslehre ein und setzt sie in 200 Rezepten für die westliche Küche um. Ein Poster ordnet die Lebensmittel den fünf Elementen und den thermischen Wirkungen zu.
Link zu Amazon


Quellen

  • Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (Bfarm): Deutsches Arzneibuch 2019 (DAB 2019) - Amtliche Ausgabe. Stuttgart: Deutscher Apotheker Verlag.
  • Chinese Pharmacopoeia Commission, Institute of Medicinal Plant Development, Chinese Acadamy of Sciences. (2010). A Colored Identification Atlas of Chinese Materia Medica and Plants as specified in the Pharmacopoeia of the People's Republic of China, Volume I + II. Peking (China): People's Medical Publishing House.
  • Hu, C., Nögel, R., Hummelsberger, J., Engelhardt, U. (Hrsg.) (2018). Paozhi: Die Aufbereitung chinesischer Arzneimittel. Methoden und klinische Anwendung. Berlin, Heidelberg: Springer-Verlag.
  • Leon, C. & Yu-Lin, L (2017). Chinese medicinal plants, herbal drugs and substitutes, an identification guide. Kew (Großbritannien): Kew Publishing, Royal Botanic Gardens.
  • Paulus, E. & Yu-he, D. (1987). Handbuch der traditionellen chinesischen Heilpfanzen. Heidelberg: Karl F. Haug Verlag.
  • Stöger, E. A. (2019): Arzneibuch der Chinesischen Medizin. Monographien des Arzneibuches  der Volksrepublik China 2005, 2010 und 2015. Gesamtwerk mit 17. Aktualisierungslieferung 2019. Stuttgart: Deutscher Apotheker Verlag.

Letzte Akualisierung: 18.11.2025